Donnerstag, 12. Januar 2012

Brusselicious

 
 Schokolade und Waffeln in XXL schmücken im Frühling die Straßen von Brüssel. Sie werben für „Brusselicious“, das Gourmetjahr in der belgischen Hauptstadt. Das Festival, das in dieser Woche begonnen hat, soll die Gastronomie in Brüssel ins Rampenlicht setzen.

Die Brüsseler Küche genießt - auch wenn es kein Drei-Sterne-Restaurant in der Stadt gibt - einen ausgezeichneten Ruf. Es gibt viele gute und hochpreisige Restaurants, darunter das "Comme Chez Soi" an der Place Rouppe oder "Le Chalet de la Forêt (Drève de Lorraine). Einige der Küchenchefs beteiligen sich am Festival. Hier werden die typischen Brüsseler Spezialitäten vorgestellt - Belgische Waffeln („Gaufres“) etwa, feine Schokoladen und Pralinen, Miesmuscheln mit Pommes Frites („Moules-frites“) , Kirschbier oder Waterzooi, der berühmte Fisch- oder Geflügeleinopf mit Gemüse und Sahne. Einige der traditionellen Speisen werden von den Köchen neu und modern interpretiert.
 
Zu Brusselicious gehören aber auch spannende Events. So kann man XXL-Lebensmittel im Stadtgebiet bestaunen oder in einer in edlem Weiß gestalteten Designer-Straßenbahn ein luxuriöses Menü genießen. Für Schwindelfreie wird eine Plattform 40 Meter hoch in die Luft gehievt, auf der dann Brüsseler Sternenköche spezielle Menüs servieren. Es gibt das Brusselicious-Festival mit Verkostungen im September, eine Ausstellung zum Thema Lebensmittel, ein Bierwochenende mit 250 Biersorten von 50 belgischen Brauereien oder eine Weinmesse.

Ein Höhepunkt ist das Schokofestival, auf das Fans allerdings noch bis Anfang November warten müssen. Zehn Tage lang dreht sich dort alles um die edelste aller Süßigkeiten. Zwar braucht die belgische Schokolade keine Werbung – sie ist schließlich weltberühmt . 100 Prozent Kakaobutter gehört in Belgien in eine ordentliche Tafel , und dafür wurde eigens ein Gütezeichen erfunden. Bei dem Festival stellen sich auch Premium-Chocolatiers wie Godiva oder Neuhaus vor.

Das ganze Jahr über verkaufen Händler an Ständen die berühmten Brüsseler Frites auf dem „Fritkots Walk“. Außerdem gibt es Führungen im Brüsseler Gueuze-Museum, das über die Produktion des belgischen Bieres informiert. Und sogar die Brüsseler Hotels machen mit: Sie laden zu Brusselicious-Menüs mit typischen Brüsseler Spezialitäten.

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